Der Ernährungsplan zeigt, wie sich die Ernährung von Babys im 1. Lebensjahr kontinuierlich entwickelt. Natürlich ist jedes Baby anders und einzigartig, deshalb gibt der Plan nur Hinweise, wann es Zeit für die erste Beikost ist. Auch die Reihenfolge, in der die Mahlzeiten ersetzt werden, kann individuell verschieden sein. Nach neuesten Erkenntnissen und Empfehlungen ist die Reihenfolge, in der Sie bestimmte Nahrungsmittel einführen, nicht entscheidend. Wichtig ist, dass zu Beikostbeginn Nahrungsmittel mit hohem Eisen- und Zinkgehalt, wie Fleisch oder Getreide und nährstoffreiche Lebensmittel (Gemüse, Obst, Getreide) gewählt werden.
Ihre Heidi Seethaler, Ernährungswissenschafterin & Mama
vom Milupa Eltern & Baby Service
Ernährungsplan 1. Jahr
Nach dem 4. Lebensmonat sind die Eisen- & Zink-Speicher Ihres Babys aufgebraucht. Daher ist es wichtig mit eisen- und zinkhaltigen Lebensmitteln bei der Beikosteinführung zu starten. Nach neuesten Erkenntnissen und Empfehlungen ist die Reihenfolge, in der Sie bestimmte Nahrungsmittel einführen, nicht entscheidend. Neben dem Gemüse-Fleisch-Brei eignen sich zu Beginn auch Milch-Getreide-Breie, sie enthalten besonders viel Eisen und Zink.

Schritt für Schritt zum Beikostprofi
Zu welcher Tageszeit Sie die erste Beikostmahlzeit einführen, hängt von Ihren zeitlichen Möglichkeiten und Babys Laune ab. Besonders bewährt hat sich die Mittagsmahlzeit, manche Babys sind aber auch erst nach dem Mittagsschläfchen für die Löffelversuche in Stimmung.
Die 1. Beikostmahlzeit: Das Mittagessen
In Österreich wird häufig mit einem Gemüse-Mus begonnen – Karotten und Kürbis sind besonders beliebt, da sie „süßlich“ schmecken. Wenn Ihr Baby sich an das neue Essen gewöhnt hat, sollten schrittweise Kartoffeln und bald auch Fleisch dazu gegeben werden. So gewöhnen Sie Babys Gaumen und Verdauungstrakt langsam an neue Lebensmittel.
Laut neuesten Studien ist die Reihenfolge, in der bestimmte Nahrungsmittel gegeben werden, nicht entscheidend. Wichtig ist, dass Sie zur Beikosteinführung Nahrungsmittel mit hohem Eisen- und Zinkgehalt wählen. Ein Milch-Getreide-Brei kann für Ihr Baby als erster Brei auch ideal sein – hören Sie auf Ihr Baby und Ihr Bauchgefühl.
Die 2. Beikostmahlzeit: Die Nachmittagsjause
Wenn die erste Milchmahlzeit vollständig durch eine Beikostmahlzeit abgelöst wurde, wird es Zeit für die nächste. Meist wird nun die Still- oder Fläschchenmahlzeit am Nachmittag durch einen Milch-Getreide-Brei ersetzt. Die wertvolle Kombination aus Milch und Getreide versorgt Ihr Baby mit vielen wichtigen Vitaminen & Mineralstoffen, wie Eisen und Zink.
Die 3. Beikostmahlzeit: Die Vormittagsjause
Sind 2 Milchmahlzeiten erfolgreich auf die Beikost umgestellt, geht es weiter mit dem Obst-Getreide-Brei, der oft die Jause am Vormittag ersetzt. Gut verträglich für Babys im Beikostalter ist reifes, säurearmes Obst wie z. B. Äpfel, Birnen, Bananen, Pfirsiche, Nektarinen, Marillen oder Melonen. Führen Sie neue Obstsorten ebenfalls schrittweise ein. So stellen Sie fest, ob Ihr Kind das Obst auch gut verträgt. Mischen Sie Getreideflocken zum Mus, um dieses mit wertvollen Mineralstoffen zu ergänzen.
Probieren Sie zur Abwechslung auch babygerechte Joghurt-Frucht-Kombinationen als kleine Jause für Zwischendurch – Vielfalt und das Entdecken von neuen Geschmacksrichtungen ist prägend für das spätere Essverhalten.
Jetzt heißt es: Trinken nicht vergessen!
Mit dem Einstieg in die Beikost wird Trinken für Ihr Baby immer wichtiger. Schließlich fällt mit jedem neuen Brei eine Milchmahlzeit und somit Flüssigkeit weg. Um das auszugleichen, sollte Ihr Kind jetzt abgekochtes Wasser oder spezielle Baby-Kräuter- oder Früchtetees trinken.