Ein einziges Nahrungsmittel kann allein nicht alle Ernährungsbedürfnisse Ihres Babys decken. Es ist deshalb wichtig, dass sich Ihr Kleines an eine große Vielfalt unterschiedlicher Nahrungsmittel gewöhnt. Unsere Experten helfen Ihnen gerne weiter, damit Sie Ihrem Baby seinem Alter und seiner Entwicklung angepasste Kost geben – nicht nur, damit es gesund bleibt, sondern auch, um für die Zukunft gesunde Essgewohnheiten zu entwickeln.
Ihre Heidi Seethaler, Ernährungswissenschafterin & Mama
vom Milupa Eltern & Baby Service

Babys brauchen eine andere Ernährung als Erwachsene
Die Ernährungsanforderungen Ihres Babys ändern sich mit zunehmendem Alter. Die Kost muss mit den Änderungen Schritt halten, um altersgerechtes Wachstum zu unterstützen. Und weil Babys einen so winzigen Magen haben, muss jeder Löffel, den Ihr Baby zu sich nimmt, voll von Energie und wertvollen Nährstoffen sein.
Vielfalt bieten
Die Vielfalt auf dem Speiseplan des Babys ist besonders im ersten Lebensjahr wichtig, denn Experten gehen davon aus, dass der frühe Kontakt mit verschiedenen Lebensmitteln Allergien verhindern kann. Es gibt keine Hinweise darauf, dass sich das Weglassen bestimmter Lebensmittel positiv auf die Entwicklung Ihres Babies auswirkt. Bieten Sie Ihrem Baby eine abwechslungsreiche Kost an: Getreide, Reis, Nudeln, Kartoffeln, verschiedene Obst- und Gemüsesorten, babygerechte Milchprodukte, Eier, Fleisch, Geflügel und Fisch dürfen und sollen auf dem Speiseplan stehen.
Vorlieben prägen
Schon im ersten Lebensjahr bilden sich Nahrungsvorlieben aus. Wenn Ihr Baby früh mit kleinen Mengen vieler verschiedener Nahrungsmittel in Kontakt kommt, stellt sich sein Körper besser auf Neues ein. Sollte Ihr Kind bestimmte Lebensmittel ablehnen, seien Sie geduldig! In der Regel wird ein neues Lebensmittel erst nach etwa 10- bis 16-maligem Probieren akzeptiert. Kinder lernen auch durch Beobachten. Seien Sie sich deshalb immer bewusst: Sie sind das Vorbild!
Milch ist weiterhin wichtig für Ihr Baby!
Bei der Umstellung auf Beikost spielt babygerechte Milch nach wie vor eine große Rolle – sie stellt in der Regel bis zum Ende des 1. Lebensjahres ungefähr die Hälfte dessen dar, was Ihr Baby zu sich nimmt. Da der Magen eines Babys nur etwa ein Zehntel so groß ist wie der eines Erwachsenen, sollten Babys mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt essen anstatt weniger großer Mahlzeiten. Jede einzelne Portion von Babys Beikost sollte vollgepackt mit wertvollen Nährstoffen sein.
Achtung bei diesen Lebensmitteln
- Salz: Fügen Sie der Babykost kein Salz hinzu. Die Nieren Ihres Babys sind noch nicht voll ausgebildet, sie entwickeln sich noch, und könnten von zu viel Salz überfordert werden.
- Honig, wie wir Erwachsenen ihn aufs Frühstücksbrot streichen, könnte bestimmte Sporen enthalten, die vom kindlichen Darm im ersten Lebensjahr noch nicht bekämpft werden können. Honig, der in Babynahrungsprodukten enthalten ist, ist durch besondere Erhitzungsverfahren behandelt worden und somit unbedenklich.
- scharfe Gewürze wie Pfeffer und Chili
- Zucker sowie zuckerhaltige Lebensmittel (z. B. Süßigkeiten) und Getränke
- kleine Lebensmittel wie Nüsse, Samen, Beeren, Zuckerl oder Kaugummi, die leicht verschluckt werden können
- koffeinhaltige Getränke (Kaffee, schwarzer/grüner Tee, Limonaden wie Cola)
- Getränke und Speisen mit Alkohol (selbst kleinste Mengen vermeiden!)
Getränke im 1. Lebensjahr
Ab dem Beginn der Beikosteinführung, spätestens jedoch mit der dritten Beikostmahlzeit, sollten Sie Ihrem Kind zusätzliche Flüssigkeit anbieten. Das Beste für Ihr Baby sind kalorienfreie Getränke wie Wasser (frisches Leitungs- oder spezielles Babywasser) oder ungesüßte Tees. Vermeiden sollten Sie das Dauernuckeln am Flascherl, dies kann die Zähne schädigen. Bieten Sie Ihrem Baby stattdessen die Getränke aus einem Becher oder einer (Trinklern-)Tasse an.