Was ist Beikost?

Ihre Heidi Seethaler, Ernährungswissenschafterin & Mama <br />, vom Milupa Eltern & Baby Service

Irgendwann ist Milch allein für die steigenden Nährstoffanforderungen Ihres Babys nicht mehr ausreichend. Das ist der Zeitpunkt, an dem Sie von Milch als alleiniger Nahrung schön langsam auf feste Nahrung umstellen sollten. Damit kommt für Sie beide eine aufregende Zeit. Sie sollten nichts überstürzen und Ausschau nach Signalen halten, die Ihnen anzeigen, dass Ihr Baby bereit ist, auf festere Kost umzusteigen! Falls Sie in dieser Phase Hilfe brauchen, von der ersten Beikost über Allergien bis zu schwierigen Essern, steht Ihnen unser Expertenteam jederzeit gern zur Verfügung.

Ihre Heidi Seethaler, Ernährungswissenschafterin & Mama
vom Milupa Eltern & Baby Service

Beikost ist wichtig für Babys Entwicklung

Als Beikost bezeichnet man all jene Speisen, die nach der Umstellung von einer alleinigen Milchernährung im Speiseplan Ihres Babys eine Rolle spielen werden. In der ersten Phase der Umstellung sind dies vor allem Milch- und Getreidebreie sowie Gemüse-(Fleisch-)Breie. Diese Zeit ist ein spannender Abschnitt in der Entwicklung Ihres Babys und auch ein ganz wesentlicher! Denn nach spätestens sechs Monaten ist Milch allein für Ihr Baby nicht mehr ausreichend.

Die Anforderungen Ihres Babys

Je aktiver Ihr Kind wird, desto wichtiger wird die Umstellung auf feste Nahrung für seine gesunde, ausgewogene Ernährung. Muttermilch bzw. Säuglingsmilchnahrungen alleine können den Energie- und Nährstoffbedarf Ihres Kindes dann nicht mehr decken – es sollte langsam mit Beikost begonnen werden. Eisen sollte Bestandteil der ersten Beikostmahlzeit sein, denn der angelegte Speicher Ihres Babys wird durch das schnelle Wachstum in den ersten Lebensmonaten aufgebraucht. Der erhöhte Eisenbedarf kann nun allein mit Muttermilch nicht mehr gedeckt werden!

Beachten Sie: Je nach individueller Entwicklung Ihres Kindes soll mit Beikost frühestens nach dem 4. Monat (= ab dem 5. Monat), spätestens aber bis zum Ende des 6. Monats begonnen werden.

baby eating


Mit der Einführung von Beikost sollten Sie es nicht zu eilig haben. Achten Sie vielmehr auf eine allmähliche Umstellung von flüssiger Kost auf feine Breinahrung, sodann auf grob Püriertes und schließlich auf (klein geschnittene) feste Nahrung. Da die Beikostmahlzeiten ganz langsam – Löffel für Löffel – gesteigert werden, bleibt Milch im ersten Lebensjahr Hauptbestandteil des Ernährungsplans. Sie wird somit auch weiterhin einen großen Teil der Nährstoffe liefern, die Ihr Baby braucht.


Entwickeln und Lernen

Bei der langsamen Einführung von Beikost geht es nicht nur darum, zusätzliche Nährstoffe oder mehr Energie zu verabreichen. In dieser Phase ist Ihr Baby ausgesprochen anpassungsfähig und lernt rasch. Indem es neue Geschmacksnoten kennenlernt und Sie Ihr Kind zum ersten Mal mit einem Löffelchen vertraut machen, kann das Füttern nicht zuletzt eine große Lern- und Entwicklungshilfe darstellen.

Neue Lebensmittel werden besser akzeptiert, wenn Sie diese oft (bis zu 16 Mal) ungezwungen anbieten – so können Sie Geschmacksvorlieben Ihres Kindes prägen!
Sie helfen Ihrem Baby auch dabei, sich an das neue Gefühl zu gewöhnen, plötzlich Breikost im Mund zu haben. Vergessen Sie nicht, dass diese Phase eine Probierphase ist. Das Essenlernen ist eine große Herausforderung - vom Gestilltwerden oder dem Saugen aus einem Fläschchen zum selbstständigen Essen mit Löffel und Gabel. In den nächsten Monaten wird es neue Geschmacksrichtungen und Konsistenzen kennenlernen und dabei seine Schluck- und Kaufähigkeiten entwickeln, was dazu beiträgt, die Muskeln zu entwickeln, die es später zum Sprechen braucht.
Gehen Sie stets mit gutem Beispiel voran – Ihr Kind lernt vor allem durch Imitation Ihres Essverhaltens!

Sollte es zu Situationen kommen, in denen Sie nicht weiterwissen, können Sie gerne unser Expertenteam kontaktieren, wir helfen Ihnen gerne weiter!