Essenlernen

Ihre Heidi Seethaler, Ernährungswissenschafterin & Mama <br />, vom Milupa Eltern & Baby Service

Man dürfte meinen, Essen sei eines der natürlichsten Dinge der Welt, aber es ist Ihrem Baby keineswegs angeboren. Sie müssen ihm deshalb beim Essenlernen helfen, indem Sie von milder Breikost auf weniger fein pürierte, grobere Konsistenzen mit stärkerem Geschmack übergehen, sobald Ihr Baby dazu bereit ist. Sie müssen ihm auch beibringen, wie man sich an neue Nahrungsmittel gewöhnt, indem sie diese langsam einführen. Versuchen Sie es immer wieder, wenn es beim ersten Mal nicht klappt. Wenn Sie Rat oder Tipps brauchen, rufen Sie einfach unser Expertenteam an. Wir helfen gerne!

Ihre Heidi Seethaler, Ernährungswissenschafterin & Mama
vom Milupa Eltern & Baby Service

Wie helfe ich meinem Baby beim Essenlernen?

Sobald Sie Signale bemerken, die Ihnen anzeigen, dass Ihr Baby bereit für Beikost ist, können Sie beginnen, Ihrem Baby beim Essenlernen zu helfen.
Ihr Kind kannte bisher nur das Saugen, entweder an der Brust oder am Fläschchen. Essen ist also eine Fähigkeit, die es erst erlernen muss. Dazu gehört, dass sich Ihr Baby daran gewöhnt, wie es den Mund bewegt und Nahrung vom Löffel nimmt. Das Essenlernen hilft aber auch bei der Entwicklung der Muskeln beim Essen, die Ihr Baby später bei größeren Nahrungsstücken und vor allem auch beim Sprechen braucht.

Konsistenzen langsam einführen - vom feinpürierten Brei...

Das Essenlernen mag zunächst wie eine unüberwindbare Aufgabe erscheinen. Der Großteil der Eltern hat damit zu tun, dass man unterschiedliche Konsistenzen erst nach und nach einführt. Anfangs müssen sich Babys an das Gefühl von festerer Nahrung erst gewöhnen. Sie müssen lernen, mit Ihrer Zunge Nahrung von vorn nach hinten zu schieben und zu schlucken. Zu Beikostbeginn werden daher fein pürierte Lebensmittel empfohlen, weil sie am leichtesten zu bewältigen und zu verdauen sind.

... zu grober Breikost...

Hat sich Ihr Baby erfolgreich an glatte Pürees gewöhnt, dann besteht der nächste Schritt darin, vermehrt Kauen zu lernen. Der Kiefer muss leicht auf- und zubewegt werden, um das Essen zum Schlucken bereit zu machen. Für diese Phase ist grob pürierte oder zerdrückte Babykost ideal.

 ...zu winzigen Stückchen...

Ihr Baby hat keine Probleme mehr, Püriertes zu essen? Dann können Sie mit dem nächsten Schritt fortfahren: Geben Sie ihm Mahlzeiten mit kleinen Stückchen. Ihr Baby muss nun lernen, diese so zu kauen, damit sie geschluckt werden können.

 ...zu klein Geschnittenem...

Für Ihr Baby werden Stückchen in den Mahlzeiten nach einer Gewöhnungsphase keine Herausforderung mehr darstellen. Sie können Ihm nun (mit etwa 9-12 Monaten) feste Nahrung anbieten – klein geschnitten, gehackt oder gewürfelt.

...bis zur Kleinkindnahrung mit Form

Kleinkinder brauchen Spaß und Abwechslung, damit sie an ihrem Essen interessiert bleiben. Sie sind noch nicht in der Lage, anspruchsvolle Formen und Konsistenzen erwachsener Mahlzeiten zu kauen und verdauen. Auch nach dem ersten Geburtstag ist eine altersgerechte, ausgewogene Ernährung wichtig. Nach vielen Lernprozessen steht einem gemeinsamen Essen am Familientisch bald nichts mehr im Weg.

Neue Geschmacksnoten langsam einführen

Beim Essenlernen geht es auch darum, verschiedene neue Geschmacksnoten langsam einzuführen. Zu Beginn der Beikosteinführung müssen sich Babys allerdings erst daran gewöhnen, dass nicht alles wie Milch schmeckt. Babys haben eine angeborene Vorliebe für süßere Kost, so dass sie auf natürlich süße Speisen zunächst eher ansprechen. Gemüse wie Karotten, Pastinaken, Kartoffeln, Steckrüben, Kürbis, Erbsen und Süßkartoffeln sowie Milch-Getreidebreie sind deshalb vorzüglich geeignet. Führen Sie diese zunächst einzeln ein, ehe Sie auf gemischte Mahlzeiten übergehen.
Säuglinge neigen dazu, unbekannte Lebensmittel vorerst abzulehnen. Je öfter Sie neue Speisen oder Lebensmittel ohne Zwang anbieten, desto wahrscheinlicher ist es, dass Ihr Baby diese probiert und sich an den Geschmack gewöhnt. Geben Sie Ihrem Kind ca. 10-16 mal die Chance, Neues zu kosten! Wichtig ist außerdem, dass Sie als gutes Beispiel vorangehen, denn Ihr Kind lernt vor allem durch Beobachten.
Einen Überblick über die verschiedenen Beikostmahlzeiten finden Sie hier.