Praktische Tipps & Informationen

Ihre Heidi Seethaler, Ernährungswissenschafterin & Mama <br />, vom Milupa Eltern & Baby Service

Für viele Mütter ist die Essenszeit ihres Kindes eine Herausforderung. In diesem Alter geht es Ihrem Kind darum, das durchzusetzen, was es will und Neues zu entdecken – und dennoch braucht es das Gefühl der Sicherheit, das es durch tägliche Routine erhält. Hier sind einige Ideen, die dazu beitragen können, dass die Essenszeit mehr Spaß macht. Vergessen Sie nicht: Wenn Sie mehr Tipps brauchen, können Sie unser Team anrufen.   

Ihre Heidi Seethaler, Ernährungswissenschafterin & Mama
vom Milupa Eltern & Baby Service

Wie Sie es schaffen, dass Ihr Kind die Essenszeit lieber mag

Ihr Kind entwickelt gerade eine Persönlichkeit und Individualität, und beginnt daher selbst zu entscheiden. Es beim Planen der Mahlzeiten einzubinden und dafür zu sorgen, dass Essen Spaß macht, ist eine gute Strategie und hilft, Probleme zu überwinden.

Planen Sie regelmäßige Essenszeiten

  • Routine ist für kleine Kinder wichtig! Halten Sie deshalb jeden Tag regelmäßige Essenszeiten ein – auch bei den Zwischenmahlzeiten. Direkt vor dem Schläfchen sollten Sie keine Mahlzeiten planen, denn Ihr Kind ist dann wahrscheinlich zu müde, um zu essen.
  • Zusätzlich zu den drei Hauptmahlzeiten sollten Sie auch zwei oder drei kleine, gesunde Zwischenmahlzeiten am Tag anbieten. Versuchen Sie es mit Obst in verschiedensten Formen (weiches Obst, Obstsalat, frische Obststückchen, leckere Fruchtpürees), einfachen altersgerechten Keksen, einem kleinen belegten Brot, Joghurt, kleinen Käsewürfeln oder Brotstangen.
  • Geben Sie ihm tagsüber nicht zu viel Saft zu trinken. Sein Magen könnte dann zur Essenszeit zu voll sein und dann scheint Ihr Kleinkind ein heikler Esser zu sein. Geben Sie ihm stattdessen Wasser und versuchen Sie, Ihrem Kleinkind abzugewöhnen, ein Fläschchen bei sich zu haben, von dem es ständig trinkt.
  • Lassen Sie Ihr Kind bei jeder Mahlzeit selbst entscheiden, wie viel es essen möchte. Es weiß, wann es satt ist und wann hungrig. Seine Nahrungsaufnahme sollte gleichmäßig über den Tag verteilt sein. 

 

toddler eating fruit

So machen Mahlzeiten Spaß

  • Servieren Sie Essen in kreativen und interessanten Formen und Größen, damit Essen spielerisch leicht wird. Verwenden Sie lustige Keks-Ausstechformen für belegte Brote (zum Beispiel Stern-, Herz- oder Tierformen). Wenn Ihr Kind Nudeln mag, suchen Sie auch hier wieder abwechslungsreiche Formen wie Spiralen, Hörnchen, Buchstaben oder andere Motive.
  • Denken Sie sich interessante Namen für Essen aus und richten Sie es interessant an. Brokkoli- und Karfiolstücke sehen fast wie kleine Bäume aus – so können sie zum ‚Lustigen Wald’ werden. Oder machen Sie ein Loch in einen Toast, legen sie ein pochiertes Ei darunter und tun Sie so, als hätte sich das Ei in dem Loch versteckt.
  • Dekorieren Sie Teller mit Smileys: für Augen, Nase und Mund können Sie verschiedene Lebensmittel verwenden. Erfinden Sie ein Spiel, bei dem Sie Ihr Kleinkind jedes Mal loben, wenn ein Stück Essen im Mund landet. Sie könnten auch ein Picknick im Haus veranstalten, mit einem Teppich auf dem Boden und gesunden Snacks, die sie sich teilen.
  • Machen Sie sich nicht zu viele Sorgen wegen der Unordnung. Ihr Kind isst wahrscheinlich mehr, wenn es selbst essen darf - machen Sie ein Spiel daraus. Lassen Sie zum Beispiel Ihr Kind einen Dip als Farbe und eine Karotte als Pinsel verwenden, mit dem es während des Essens sein Tellerchen ein wenig dekoriert.

 

Beziehen Sie Ihr Kind mit ein

Ein Kleinkind spricht gut darauf an, wenn man es beim Einkaufen und Kochen mit einbezieht und es aussuchen lässt, was es essen will.

  • Bitten Sie Ihr Kind, im Supermarkt nach Dingen Ausschau zu halten, die es auch selbst leicht erkennen kann – wie Tomaten oder Karotten. Loben Sie es, wenn es das Richtige findet. Beim Essen erinnern Sie Ihr Kind dann daran, dass es die Zutat selbst im Supermarkt gefunden hat.
  • Ihr Kind ist noch zu klein, um wirklich beim Kochen mithelfen zu können, aber es kann von seinem Hochstuhl aus zuschauen und Ihnen zuhören, wenn Sie die Zutaten schälen und schneiden. Erklären Sie ihm, wie Sie das Essen zubereiten.
  • Bitten Sie es, das Gemüse auszusuchen, das es essen will oder lassen Sie es aus mehreren Getränken auswählen. Es wird ihm gefallen, bei den Entscheidungen mitzumachen. 

 

Behandeln Sie Ihr Kind als Individuum

  • Gehen Sie nicht jedem „Bäh“ aus dem Weg und streichen Sie Lebensmittel nicht vorschnell vom Speiseplan. Bieten Sie die Speise bei anderer Gelegenheit beiläufig wieder an. Manche Lebensmittel muss man Kindern bis zu 16 Mal anbieten, bis die kritischen Gourmets buchstäblich auf deren Geschmack kommen.
  • Achten Sie darauf, dass Sie das Essen so anrichten, wie es Ihr Kind gern hat, damit Sie auch sichergehen können, dass es seine Mahlzeit isst. Versuchen Sie, auf die Bedürfnisse Ihres Kindes einzugehen.
  • Sie können Ihrem Kind auch sein Lieblingsbesteck, seinen Lieblingsteller und seinen Lieblingsbecher geben – so freut es sich wahrscheinlich mehr darauf, sich zum Essen zu setzen.