Stillen
Mißglückter Still-Start: Voll stillen prinzipiell noch möglich?
Hallo!
Ich habe nach der Geburt meines Sohnes (mittlerweile knapp 8 Wochen alt) mit Stillen begonnen, nur leider sind nach wenigen Tagen bereits meine Brustwarzen wund und blutig gewesen. Milcheinschuss mit schmerzenden prallen Brüsten verschlimmerte die Situation noch zusätzlich. Kaum zu Hause vom Krankenhaus hatte ich die Nase voll vom Stillen und begann mit Fläschchen, pumpte aber noch 1 - 2 Mal pro Tag Muttermilch ab, aber die Milch war sofort so gut wie weg. Über die Kinderärztin von meinem Kleinen landete ich eine knappe Woche später bei einer Stillberaterin, die meinte, Stillen sei trotz allem noch möglich und so begann ich doch wieder mit dem Stillen. Leider war von da weg die Milch zu wenig und ich mußte mit Fläschchen zufüttern. Bis heute hat sich das nicht geändert, egal was ich mache, die Milch wird einfach nicht mehr genug, um wieder voll stillen zu können. So überlege ich beinahe jeden Tag, ob ich weiter stillen soll oder ob ich komplett auf Fläschchen umsteigen soll, denn zu stillen UND Fläschchen zu geben ist ziemlich unpraktisch, ständig habe ich doppelten Zeit- und Arbeitsaufwand und ich kann weder die Vorteile von der Flaschenernährung noch vom Stillen genießen (hänge mit dem Stillen voll dran, weil ich ja keine größeren Pausen machen soll und muss aber unterwegs immer alles fürs Flascherl mitnehmen).
Ändern kann ich die Situation ohnehin nicht mehr, habe nicht die Nerven dazu, mich Tag und Nacht mit meinem Kleinen im Schlafzimmer einzuschließen, um die Milchproduktion anzukurbeln, indem ich ihn so viel wie möglich anlege. Und meinen Kleinen würde ich wohl auch nur stressen damit, weil er schon einen eingespielten Rythmus drinnen hat, den ich nicht durcheinanderwürfeln will. Mal sehen, wie lange ich noch durchhalte mit dem Halb stillen-halb Flascherl, bevor ich ganz auf Flascherl umsteige.
Mich würde aber einfach interessieren, ob man die Milchproduktion überhaupt wieder soweit ankurbeln kann, dass man voll stillen kann, wenn man eigentlich schon mal fast keine Milch mehr hatte. War früher immer der Meinung, wenn die Milch mal weg ist, ist sie für immer weg. Viele Expertinnen (Hebammen, Stillberaterinnen) sagen mir aber oft das Gegenteil, dass sogar jetzt noch voll stillen möglich wäre. Kann mir das echt aber echt kaum vorstellen nach all den Versuchen, die ich schon gemacht habe, dass die Milch mehr wird.
Wäre um Antworten dankbar, vielleicht bin ich dann schlauer.
Stefanie
Hi Stefanie!
Also bei mir wars so, das ich meinen Sohn nur zweieinhalb MOnate gestillt hab, weil ich am Schluss zu wenig Milch hatte.
Komischerweise hats am Anfang sehr gut geklappt, alle waren begeistert das ich ohne zufüttern ausgekommen bin, weil er ein ziemlicher Zwerg war (ist).
Aber mit der Zeit war er nie satt, hatte auch das Gefühl das ich zu wenig Milch hab. Arzt meinte dann unbedingt zufüttern und es kam wies kommen musste: war irgendwann ins FLascherl verliebt und hat die Brust komplett verweigert, weils ihm zu anstrengend war.
Hab dann noch eine Zeit lang jeden Tag abgepumpt und ihm die Muttermilch im Flascherl gegeben, aber mir war das auch irgendwann einfach zu mühsam. Er ist trotzdem ein glückliches, zufriedenes Kind geworden und war auch so gut wie nie krank.
Im Nachhinein gesehen glaube ich, das er einfach immer zu kurz getrunken hat, weil er immer ziemlich schnell eingeschlafen ist und angeblich kommt erst nach ca. 10Minuten die "sättigende" Milch. Und ich würde jetzt auch einen Sauger verwenden, der der Brust ähnlicher ist und somit nicht eher zum Flasche-trinken "verführt".
Aber jede unerfahrende Mutter lernt dazu und bei meinem 2.Kind, das im Feb kommt, werd ich wahrscheinlich einiges anders machen :)
Wies mit "wieder-anfangen" is kann ich dir leider nicht sagen, hab auch schon oft gehört das das funktionieren soll. Bei mir hat das mit Milchmengen-Steigerung auch nicht geklappt, hab auch alles ausprobiert.
Meine Meinung ist, das du das tun solltest womit du dich wohl fühlst. Ich wollte anfangs auch immer unbedingt 6 Monate stillen, komme was wolle. Aber man kann das auch erst einschätzen, wenns wirklich soweit ist.
Ich u mein Sohn waren beide zufriedener, als er nur mehr Flasche bekommen hat und ich finde das am wichtigsten, das sich beide dabei wohl fühlen.
Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiter helfen :)
Lg Sandra
Hallo!
Ich habe auch meine Kleine gestillt. Hatte aber auch von Anfang an Probleme. Hatte 4x eine Brustenzündung, die höllisch weh tut. Und da ist auch meine Milch weniger geworden. Auch ich musste dann zur Stillberaterin und die hat mir sogenannte Stillhütchen empfohlen. Da meine Brustwarzen sogenannte Flachwarzen sind, hat meine Kleine sie nie richtig umfassen können und so hat sichs gestaut und es ist auch cnicht richtig was rausgekommen. Aber als ich die Stillhütchen verwendet habe, ist es super gegangen. Auch die Milch ist wieder mehr geworden und so konnte ich meine Kleine 9 Monate stillen, 6 davon voll.
Aber natürlich musst du für dich schaun, was für dich am besten geht. Ich wollte auch schon nur auf Fläschchen umsteigen, wenn sichs nicht gebessert hätte. Denn stillen und Fläschchen wäre mir persönlich zu anstrengend gewesen.
Im nachhinein, bin ich froh, dass ich es durchgezogen habe und sie solange stillen konnte. Aber wie gesagt, wenns nicht gegangen wäre, wäre ich mit der Flasche auch zufrieden gewesen.
Lg
Hi Stefanie,
klar ist es wieder möglich, voll zu stillen, musst nur deine Milchmenge steigern, dann klappt das auch schon wieder!
Das heißt, du musst dich jetzt echt bemühen und alle 2 Stunden den Kleinen anlegen bzw. alle 2 Stunden abpumpen! Wird anfangs sicher etwas anstrengend für dich werden, aber da musst du jetzt leider durch, nutzt nix. sind ja nur ein paar Tage, bis die Milchproduktion wieder gescheit in Gang kommt!
Mit dazu unbedingt ganz ganz viel trinken!!! Mindestens 2 1/2 besser noch 3 Liter am Tag trinken!! Gut ist auch ein Milchbildungstee, den gibts in der Apotheke, davon 2 bis 6 Tassen am Tag!
Ebenfalls gut geholfen bei mir hat jeden Tag eine Flasche Malzbier (ist alkoholfrei ;-))
Ich kämpfe auch jedesmal wenn meine Kleine einen Wachstumsschub hat und plötzlich mehr Milch braucht, aber sind jetzt schon den 4.ten Monat beim voll Stillen, ohne nur ein einziges Mal ein Flascherl zu geben, also die ganze Mühe lohnt sich auf alle Fälle!!!
Ach so, übrigens ist nicht nur die Menge der Milch wichtig, sondern auch der Fettgehalt der Milch! Also da auch unbedingt drauf schauen, dass du gescheit isst! Jetzt darfst du ruhig auch zu nem Salat dazu ein Rahmschnitzel essen, und Spaghetti in Sahnesauce sind auch ein muss, genauso wie die extra Portion Schlag auf dem Kuchen ;-)))))))
Wünsche dir viel Glück und dass du durchhältst!!
Anita und Alina
Hallo alle miteinander,
vielen lieben Dank für Eure Erfahrungsberichte, Tips und Ratschläge. Mittlerweile habe ich ja ein neues "Problem" in Sachen Stillen.
Im Laufe der letzten Woche habe ich ja ein wahres Wunder erlebt: Mein Kleiner, Fabian, brauchte auf einmal immer weniger Fläschchen und in den letzten zwei Tagen ging es nun sogar ganz ohne Fläschchen, also nur mit Stillen alleine. Gleichzeitig merkte ich auch bei mir selber Veränderungen, hatte auf einmal viel mehr Durst, die Brüste fühlten sich immer häufiger fest und prall an und auch die Milchmenge beim nächtlichen Abpumpen (pumpe in der Nacht immer ab, weil Fabian schon durchschläft) wurde immer mehr.
Aber mit meiner Freude, dass endlich voll stillen klappt, kam auch die Unsicherheit, ob Fabian wirklich genug Milch erwischt. Habe zunächst eine Hebamme gefragt, ob ich mich wirklich darauf verlassen kann, dass Fabian auch genug Milch an meiner Brust erwischt und sie meinte ja, auf jeden Fall. Aber heute habe ich eine Erfahrung gemacht, die mich wieder total verunsichert hat. Ich habe Fabian gestillt - sogar ziemlich oft hintereinander - aber er wurde im Laufe des Tages immer quengeliger. Anfangs dachte ich, er sei einfach nur müde und quengelt deshalb. Aber als es nicht besser wurde, habe ich ihm die abgepumpte Muttermilch von der letzten Nacht gegeben - 130 ml - und er hat das Fläschchen in einem Zug leer getrunken. Also hatte ich heute offenbar doch wieder nicht genug Milch. Muss aber auch dazu sagen, dass ich etwas Stress hatte. War zuerst bei einer Freundin auf Besuch und deren 8jährige Tochter wollte unbedingt mit zu mir nach Hause und ich habe sie mitgenommen, was leider ein Fehler war. Sie hat mich ganz ordentlich auf Trab gehalten,sie meinte offenbar, sie kann mit Fabian spielen wie mit einer Puppe und hat ihn dementsprechend herumgerissen - ich hätte als Mutter fast die Krise gekriegt - und ich hatte in weiterer Folge auch nicht mehr die nötige Ruhe zum Stillen. Kann eine solche Situation schon Grund genug sein, dass das Stillen mal nicht so gut klappt? Fabian schien ja auch abgelenkt gewesen zu sein, er hat immer wieder von selber aufgehört zu trinken, so dass ich ja zuerst dachte, Hunger hat er sicher nicht mehr. Zudem hatte er auch sehr viel Milch gespuckt, eigentlich auch ein Hinweis, das er genug erwischt hat, oder.
Aber wie dem auch sei, nach den Erfahrungen von heute habe ich nun tierische Angst gekriegt, dass ich es übersehen könnte, dass Fabian doch nicht genug Milch kriegt an meiner Brust und am Ende halb verhungert ist. Bin da echt unsicher, zumal ich ja bis jetzt gar nichts anderes kannte, als dass ich zu wenig Milch habe.
Wäre für Tipps und Ratschläge dankbar.
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22.09.2011 19:47:06