Wehen und Geburt

An alle werdenden Mütter die Angst vor der Geburt haben...

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An alle werdenden Mütter die Angst vor der Geburt haben...

Geschrieben am 11.06.2009 08:59:39 von MellyMami

Um das ganze leichter zu machen, werde ich ganz am Anfang anfangen...

Ich habe in der 6. Schwangerschaftswoche erfahren, dass ich schwanger bin und habe mich total gefreut, allerdings habe ich noch nicht richtig wahrgenommen, dass ich schwanger bin. Leider bin ich Raucherin und ich habe bei Gott fast alles versucht um aufzuhören, aber es ging einfach nicht! Ich weiß, das ist keine Ausrede, doch ich konnte wirklich nicht. Geburtstermin für unsere Kleine war der 15.04.2009 (an genau dem gleichen Tag kam das erste Kind meines Freundes zur Welt!). Meine Schwangerschaft verlief total komplikationslos. Ich habe nur einmal erbrochen und das schon im 7. Monat... Ich bin weiterhin mit Freunden und Familie unterwegs gewesen (was sich sehr positiv ausgewirkt hat) und habe mein Leben genossen. Leider bekam ich in der Schwangerschaft viele Wimmerl, die bis heute noch nicht ganz weg sind, aber sie werden weniger :)). Ich gebe ganz ehrlich zu, dass mir das "Schwanger sein" gegen Mitte des 7. Monats schon ziemlich auf die Nerven ging. Du kannst/willst nichts mehr machen und bist einfach nur unförmig... Am 08.04.2009 in der Nacht hab ich mich dann ziemlich über meinen Bruder aufgeregt, was unsere Kleine scheinbar dazu bewegte "zu kommen". Am 09.04.2009 gegen 11 Uhr vormittags haben dann die Wehen angefangen. Ich nahm das noch nicht so ernst, weil ich dachte es seien die berüchtigten Senkwehen. Doch als es gegen 22:30 Uhr in der Nacht nicht besser, sondern eher schlimmer wurde fuhr mich mein Freund ins LKH Graz. Ich hatte furchtbare Angst, weil ich dachte, die Leute könnten sauer auf mich sein, wenn es falscher Alarm wäre (glaubt mir, hört auf euer Bauchgefühl), außerdem hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil wir den besten Freund meines Freundes nach Hause schicken mussten. Im LKH angekommen, bekam ich es noch mehr mit der Angst zu tun. Ich hatte nur schlechtes über unser örtliches Landeskrankenhaus gehört, doch mein Gefühl sagte mir, ich MÖCHTE hier entbinden... Wir sahen uns die Fotos des Personals an, ich zeigte auf eine Hebamme und meinte noch, die hätte ich gerne, denn die sieht sympathisch aus. Ich kam in den Kreißsaal, der zu meiner Freude eigentlich sehr freundlich gestaltet war. Leider merkte man dem Personal an, dass es Nacht war und sie eigentlich keine Lust hatten zu arbeiten. Nach der ersten Untersuchung stellte sich heraus, dass mein Muttermund 1 cm offen war (was noch gar nichts ist) und ich 8 bis 10 Minuten-Wehen hatte. Ich musste also gleich draußen bleiben. Aber da die Hebamme sagte, dass es noch dauern wird, und ich ein Zimmer beziehen müsse, schickte ich meinen Freund wieder nach Hause, um Kraft zu tanken. Ich kam also in den ersten Stock (Frühgeburtenstation, Risikoschwangerschaften). Die Hebamme sagte zu mir, ich MÜSSE schlafen, weil ich meine Kraft noch brauchen würde. Ich schwöre, ich habe es versucht, doch mit mittlerweile fast regelmäßigen 6 Minuten-Wehen ist das etwas schwierig. Ich ging also die ganze Nacht auf und ab, zwischendurch ging ich duschen, was ich für sehr angenehm hielt (andere wieder sagen, es sei grauenhaft!). Nach drei weiteren Kontrollen durfte ich endlich gegen 9 Uhr vormittags am Karfreitag (!) den 10.04.2009 in den Kreißsaal um ein Entspannungsbad zu nehmen. Und zu meiner Freude stellte ich fest, dass ich genau die Hebamme hatte, die ich am Vorabend meinem Freund gezeigt habe. Und sie war ein Traum! Sie ist nicht einmal von meiner Seite gewichen. Außerdem kam ich in einen noch schöneren Kreißsaal als in der Nacht, mit Badewanne und allem drum und dran! Das Entspannungsbad war für mich so angenehm, dass ich kurzfristig überlegte, ob ich nicht doch eine Wassergeburt möchte. Doch der Muttermund wollte sich einfach nicht öffnen. Gegen 14 Uhr kam dann der Oberarzt zu mir, denn ich hatte so starke Wehen, dass ich mich jedes Mal so verkrampft habe, dass sich der Muttermund nicht öffnen KONNTE. Also sagte er mir, dass wir, wenn es mir recht sei, einen Kreuzstich (PDA) machen würden. Natürlich sagte ich, dass es mir recht sei, denn ich konnte schon fast nicht mehr. Um 14:55 Uhr haben sie dann die Blase "aufgezupft". Ich dachte immer diese Atemübungen sind nur dafür da, um sich selbst ein bisschen zu beruhigen, aber glaubt mir, das Baby braucht den zusätzlichen Sauerstoff. Ich habe einmal während einer Wehe nicht so geatmet und auf einmal wurde der Herzschlag meiner Kleinen weniger... Gegen 16:15 Uhr sagte die Hebamme dann, ich könnte meinen Freund jetzt anrufen um ihm zu sagen, es ginge los (er war die ganze Zeit schon mit seiner Cousine im KH, doch es war angenehmer, dass er nicht die ganze Zeit dabei war, das klingt hart, aber du brauchst deine Kraft ganz für dich allein). Er war da und ich fing auch schon an zu pressen. Und ab diesem Zeitpunkt habe ich ihn gebraucht, er hat mir mit seinen Worten so geholfen, er war einfach für mich da! Um 17:14 Uhr war die Kleine dann da. Seine ersten Worte waren "Wir haben so eine hübsche Kleine bekommen", er hat geweint. ich habe mitgeweint und es war einfach nur toll! Und das Beste war, sie war kerngesund! Sie mussten ihr nicht mal Fruchtwasser aus der Lunge holen oder so...

Lange Rede kurzer Sinn, ich fand an der ganzen Geburtssache waren die Wehen das Schlimmste und dagegen kann man etwas bekommen. Unsere kleine süße Fabienne war gestern 2 Monate alt und es ist so wunderschön, sie zu beobachten. Sie lacht jetzt schon bewusst und sie ist schon so stark! Sie plappert die ganze Zeit mit uns (lallen und gurren). Ein Lächeln macht den ganzen Stress wieder wett. Sie ist unser ganzer Stolz!

Also an alle werdenden Mütter, die Angst haben, egal in welcher Hinsicht, hört auf euer Bauchgefühl und euer Herz, sie werden euch durch dieses einschneidende Erlebnis führen!

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