Eine Routine für Ihr Neugeborenes

Ihre Heidi Seethaler, vom Milupa Eltern & Baby Service

Wenn es darauf ankommt, eine Routine für Ihr Baby zu entwickeln, so müssen Sie beachten, dass das Baby die Regeln bestimmt, indem es trinkt und schläft wann auch immer es will! Lernen Sie Ihr Baby zu verstehen, bringen Sie ihm aber gleichzeitig auch Wesentliches bei wie z. B. den Unterschied zwischen Tag und Nacht, zwischen Schlafenszeit und Spielzeit. Sie werden rundherum alles weniger anstrengend finden. Und vergessen Sie nicht, Sie können uns jederzeit anrufen, wenn Sie ein offenes Ohr brauchen.

Ihre Heidi Seethaler vom Milupa Eltern & Baby Service

Was braucht Ihr Neugeborenes?

Essen und Schlafen sind die zwei wichtigsten Dinge im Leben Ihres Babys – und normalerweise in dieser Reihenfolge! In den ersten Wochen als Mutter werden Sie die meiste Zeit damit verbringen, ein Gleichgewicht zwischen diesen zwei Dingen zu schaffen und herauszufinden, was Ihr Baby braucht. Während Sie sich an Ihr neues Leben mit Ihrem Baby gewöhnen, werden Sie bald merken, dass ein gewisser geregelter Tagesablauf Ihr Leben in den kommenden Monaten wesentlich erleichtern kann.

Die Nahrungsbedürfnisse eines Neugeborenen

Wie oft soll ich stillen?

In den ersten Tagen wird das Stillen von Ihrem Baby sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Es ist für Sie beide ein Lernprozess, der sich von Tag zu Tag verändern wird. Ihr Baby wird in Sachen 'füttern' den Ton angeben, aber es gibt Herangehensweisen, wie man eine Routine entwickeln kann, die für Sie und Ihr Baby geeignet ist.

  • Tag 1 – Bereits nur 2 Stunden nach der Geburt lässt sich Ihr Kleines problemlos stillen, danach zeigt es wenig Interesse. Es ist jedoch wichtig, dass Sie Ihr Baby ein paar Mal tagsüber stillen.
  • Tag 2 – Man erwartet weder von Ihnen, noch von Ihrem Baby, dass es von Anhieb klappt! Als Faustregel gilt: alle 1,5 bis 3 Stunden stillen – zusammen ergibt das ungefähr 8 – 12 Milchnahrungen in 24 Stunden.
  • Tage 3–4  – Ihr Milcheinschuss hat bestimmt eingesetzt. Woran Sie es erkennen: Ihr Baby scheint nach dem Stillen befriedigter zu sein und der Windelinhalt ist anders.
  • 5–28 Tage – Hoffentlich finden Sie beide inzwischen das Stillen leichter. Als Faustregel gilt, 8 – 12 Mal in 24 Stunden.

Sie können Ihren persönlichen Ablauf auch in einer Tabelle notieren. So fällt es Ihnen leichter eine gewisse Regelmäßigkeit beizubehalten. Notieren Sie die Wochentage oben in einer waagrechten Zeile, die Stunden in einer senkrechten Spalte. Nun können Sie ankreuzen, wann Sie Ihr Baby gestillt haben. Sie können auch Rubriken für nasse und schmutzige Windeln hinzufügen. So ein Muster kann Ihnen helfen, zu Ihrer ganz persönlichen Regelmäßigkeit zu finden.

Wie oft gebe ich das Fläschchen?

Wenn Sie Ihrem Baby gleich von Anfang an ein Fläschchen geben, ist die Entscheidung, wie viel Sie Ihrem Baby zu trinken geben weniger eine Vermutungssache. Es gibt spezifische Richtlinien, wie viel Säuglingsmilch Sie Ihrem Baby pro Mahlzeit geben sollen.
Als grobe Faustregel gilt, von der Geburt bis zum sechsten Monat werden 120 ml – 150 ml Säuglingsmilch pro Kilo Körpergewicht auf 24 Stunden verteilt. Wenn Ihr Baby also 6 Kilo wiegt, dann sollte es zwischen 700 – 850 ml Säuglingsmilch auf 24 Stunden verteilt bekommen. Lesen Sie aber trotzdem genau die Packungsanleitung. Wie oft und wie viel Sie Ihr Baby füttern sollen lesen Sie bitte hier.
Auch beim Fläschchen geben lohnt es sich, eine Tabelle zu führen, auf der Sie notieren wann und wie viel Ihr Baby zu sich genommen hat, damit Sie die Routine Ihres Babys besser verstehen können.

Der Schlafbedarf eines Neugeborenen


Für die meisten von uns ist der Schlaf eine Zeit zur Verarbeitung aller Information, die unsere Sinne tagsüber geladen haben. Also ist es kein Wunder, dass Ihr Baby ständig einnickt! Neugeborene Babys sind für einen langen Schlaf nicht ausgestattet und der ständige Wechsel zwischen Schlaf und wachem Zustand kann für Sie beide anstrengend sein. Keine Sorge – es gibt Maßnahmen, die helfen, alles leichter zu machen.

  • Ihr Baby muss tagsüber kleine Nickerchen machen, aber versuchen Sie, es nicht länger als 2 Stunden schlafen zu lassen. Um das Beste aus diesen kostbaren Momenten zu machen: Holen auch Sie Ihren dringend benötigten Schlaf in dieser Zeit nach!
  • Indem Sie lernen, Ihr Baby zu verstehen und die Anzeichen von Müdigkeit zu erkennen, sobald sie Ihnen Ihr Baby zeigt, können Sie es genau zur richtigen Zeit ins Bett bringen.
  • Am Abend, ziehen Sie die Vorhänge zu und schaffen Sie eine friedliche und ruhige Stimmung in Ihrem Zuhause. Spielen und Reden sollte ruhiger gestaltet werden und dämpfen Sie das Licht. Fixe Einschlaf Rituale – wie ein Bad und danach ein sanftes Gute Nacht Lied – können Ihrem Baby helfen zu erkennen, dass der Tag zu Ende geht und der Abend beginnt.