Mit 7-9 Monaten wird sich Ihr Baby für alles interessieren, besonders für Dinge, die nicht für Babys bestimmt sind! Es wird für Sie zur täglichen Routine werden, Ihr Baby vor Gefahren zu schützen. Es wird jetzt selbstbewusster und entwickelt allmählich Vorlieben für Dinge wie Spielsachen und Lebensmittel. Denken Sie daran, wenn Sie Fragen zur Einführung von Beikost haben, wenden Sie sich an unser Team.
Ihre Heidi Seethaler vom Milupa Eltern & Baby ServiceDie Ernährung
Kein einzelnes Nahrungsmittel kann Ihrem Baby alle von ihm benötigten Nährstoffe liefern. Vielfalt ist also oberste Priorität, um Ihrem Baby das ideale Gleichgewicht aus Nähr- und Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen zu liefern, das es zum Wachsen und Lernen benötigt. Es ist besonders wichtig sicherzustellen, dass das Essen Ihres Babys eine gesunde Menge Eisen enthält, da die natürlichen Reserven, mit denen es geboren wurde, nach etwa 6 Monaten zurückgehen.
Sie haben bei der Einführung von Beikost wahrscheinlich mit weichen Konsistenzen und milden Geschmacksrichtungen begonnen, um Ihr Baby langsam mit fester Nahrung vertraut zu machen. Jetzt ist es vielleicht schon alt genug, einige neue Geschmacksvarianten und weniger stark pürierte Konsistenzen auszuprobieren! Dies wird in Ihrem Baby das Interesse an Essen wecken und ihm gleichzeitig bei der Entwicklung seiner Kaufertigkeiten helfen.
Es ist auch ratsam, zur Förderung guter Essgewohnheiten bei Mahlzeiten eine Routine einzuführen – bei der Ihr Baby beispielsweise in seinem eigenen Hochstuhl sitzt.
Achten Sie auch auf nonverbale Zeichen Ihres Babys: Es nimmt beispielsweise Essen mit seinen Händen auf, bedeutet, dass es allein essen möchte.
Wenn Sie dies nicht bereits getan haben, ist es ratsam, jetzt auf Folgemilch umzusteigen, die speziell zur Ergänzung einer gemischten Ernährung mit Beikost abgestimmt ist.

Die Entwicklung Ihres Babys
Zeit, die Wohnung babysicher zu machen!
Mit 7 Monaten findet Ihr Baby etliche neue Gegenstände zum Aufheben und Werfen! Es wird immer aktiver und braucht viel Platz zum Erkunden und Bewegen. Das bedeutet auch für Sie mehr Arbeit, da es plötzlich sehr wichtig wird, Ihre Wohnung babysicher zu machen. In dieser Phase dreht sich alles ums Krabbeln und das Begreifen des Wortes „Nein!“
Bereit zum Spielen!
Sie leben jetzt höchstwahrscheinlich mit einem äußerst aktiven Baby, seien Sie jedoch nicht beunruhigt, wenn es noch kein Interesse am Krabbeln zu zeigen scheint. Vielleicht gefällt es ihm einfach besser, auf dem Po herumzurutschen, manchmal sogar rückwärts!
Machen Sie aus Ihrer Wohnung einen aufregenden Spielplatz mit Hindernissen aus Decken und Pölstern, über oder um die herum Ihr Baby klettern oder rutschen kann. Dies fördert den Forschergeist Ihres Babys und stärkt gleichzeitig seine Muskeln.
Ihr Baby kann jetzt schon recht viel Gewicht auf seinen Füßen tragen und es macht ihm großen Spaß, auf Ihrem Schoß auf und ab zu hopsen. All dies verdankt Ihr Baby dem Bereich seines Gehirns, der seine Bewegungen (die motorischen Fähigkeiten) kontrolliert. Ihr Baby hat bereits gute Kontrolle über seinen Hals, seine Schultern, seine Brust und seinen unteren Rückenbereich. Jetzt sind also der Unterkörper, die Hände und Füße dran.
Der Oberkörper Ihres Babys ist jetzt so stark, dass es allein und ungestützt sitzen kann. Ein idealer Zeitpunkt, um das Baby in seinem eigenen Hochstuhl an den Familienmahlzeiten teilhaben zu lassen.
Koordination und Bewusstsein
Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihr Baby plötzlich beginnt, wiederholt Gegenstände fallenzulassen und durchs Zimmer zu werfen. Es hat endlich gelernt, Gegenstände bewusst loszulassen und erfreut sich jetzt an seiner neu erworbenen Fertigkeit!
Jetzt erlebt Ihr Baby möglicherweise auch zum ersten Mal eine gewisse Trennungsangst; es wird ängstlich und anhänglich selbst, wenn Sie nur kurz das Zimmer verlassen.
Die Ängste Ihres Babys können Sie mit dem Einhalten einer regelmäßigen Routine mildern. Ob Sie ihm beim Aufwachen eine Milchflasche geben oder bestimmte Rituale rund um die Schlafenszeit herum planen, ein voraussehbarer Ablauf verleiht Ihrem Baby ein Gefühl der Geborgenheit.
Wussten Sie, dass ...
Die Entwicklung von Kindern verläuft sehr unterschiedlich, ein wesentlicher Faktor ist die bevorzugte Lage des Babys. Rückenlagekinder kommen früher zum Sitzen, Bauchlagekinder krabbeln dafür eher, wobei das Bild des Krabbelns sehr variantenreich sein kann.
Trennungsangst kann durch Versteckpiele gemildert werden. Babys kriegen nie genug vom Guck-Guck-Spiel, auch nicht nach dem hundertsten Mal. Versuchen Sie einmal, ein Lieblingsspielzeug Ihres Babys zu verstecken und fordern Sie Ihr Baby auf, es zu finden.
Die ersten Worte
Ihr Baby entwickelt sich jetzt zu einer richtigen kleinen Persönlichkeit! Es erkennt seinen eigenen Namen und dreht sich um, wenn Sie es rufen. Es kann zwar noch nicht richtig sprechen, doch wiederholt Ihr Baby ständig die von ihm gelernten Laute, sodass sein willkürliches Geplapper zunehmend wie Wörter klingt.
Wenn Ihr Baby jetzt „Mama“ oder „Papa“ sagt, bezieht es sich auf zwei sehr besondere Menschen in seinem Leben, auch wenn es die beiden noch oft verwechselt. Babys geben lautstark ihre Meinung ab, sei es durch Brabbeln, Lachen, Quieken oder Schreien. Und sie verstehen jetzt die Bedeutung des Wortes „Nein“ – auch wenn sie es nicht immer befolgen!
Lernen
Ihr Baby ist jetzt viel interessierter, wenn Sie ihm etwas vorlesen. Es versucht, die Seiten umzublättern, hört Ihnen genau zu und betrachtet die farbenfrohen Bilder. Es wird jedoch noch eine Weile dauern, bis es die Bilder mit dem von Ihnen gelesenen Text verbinden kann. Tierbücher sind in dieser Phase ideal, da sie Ihrem Baby etliche neue interessante Geräusche zu lernen geben!
Die gewohnte alltägliche Umgebung, sowohl drinnen als auch draußen, bietet Ihrem Baby in dieser Phase zahlreiche aufregende Spielmöglichkeiten. Unter den Tisch krabbeln, Türen öffnen und schließen, aus dem Fenster schauen und Dinge, die man sieht, benennen, sind einige Aktivitäten, die den Entdeckergeist in Ihrem Baby wecken.
Wichtige Hinweise: Stillen ist die beste Ernährungsweise und zugleich ein guter Schutz gegen Krankheiten und Allergien. Stillen fördert die Mutter-Kind-Beziehung und ist die günstigste Ernährung. Die Verwendung anderer Lebensmittel außer Muttermilch oder einer Säuglingsnahrung kann ebenso wie unsachgemäße Verwendung die Gesundheit des Babys gefährden. Eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit begünstigt das Stillen. Regelmäßiges Anlegen fördert den Milchfluss. Zusätzliche Flaschennahrung kann den Stillerfolg beeinträchtigen. Die Entscheidung, nicht zu stillen, kann nur schwer rückgängig gemacht werden. Bei der Zubereitung von Säuglingsnahrung achten Sie bitte sorgfältig auf die Hinweise auf den Packungen.