Nachdem Sie mit Ihrem Baby wieder zuhause sind, besteht der nächste Schritt darin, dass Sie sich kennenlernen und sich Ihr Baby an sein neues Zuhause gewöhnt! Ihr Baby kann bereits Ihr Gesicht sehen (jedoch zunächst noch verschwommen) und Berührungen in Form Ihrer Liebkosungen verstehen! Es wird auch bald begreifen, dass Sie darauf reagieren, wenn es schreit. Es wächst also bereits eine Beziehung zwischen Ihnen beiden.
Ihre Heidi Seethaler vom Milupa Eltern & Baby ServiceDie Ernährung
Sie haben sich sicherlich schon vor der Geburt Ihres Babys Gedanken darüber gemacht, ob Sie Ihr Kleines stillen oder ihm ein Fläschchen geben. Möglicherweise haben Sie auch mit Ihrer Hebamme darüber gesprochen oder sich anderweitig Rat eingeholt, was das Beste für Ihr Baby in Ihrer Situation ist.
Ihr Baby erhält seinen gesamten Ernährungsbedarf aus der Milch, egal, ob Sie stillen oder ein Fläschchen geben.
Stillen – Ihr Neugeborenes braucht in den ersten Tagen häufig Nahrung, etwa alle 1-3 Stunden, da Muttermilch sehr leicht verdaulich und ein Babymagen recht klein ist. Versuchen Sie jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht, einen festen Plan aufzustellen, stillen Sie Ihr Baby, wann immer es Hunger hat. Es wird Sie wissen lassen, wie viel es braucht! Wenn Ihr Baby die Milch gut aufnimmt, hört es von alleine zu trinken auf, wenn es satt ist. Wenn Sie jedoch Bedenken haben, dass Ihr Baby nicht genug Milch bekommt, legen Sie es häufiger an.
Fläschchen – Die Milchmenge, die Sie Ihrem Baby füttern, hängt von einer Reihe von Faktoren ab, beispielsweise dem Alter und Gewicht Ihres Babys, der von Ihnen ausgewählten Babymilch und natürlich auch Babys Appetit! Als allgemeine Richtlinie gilt: ein Neugeborenes sollte ca. sechs Mal täglich 90-120 ml Babymilch zu sich nehmen. Jedes Baby ist jedoch anders und ihr Appetit variiert sehr stark, es ist also durchaus normal, wenn ein Baby mehr oder weniger Milch trinkt.

Die Entwicklung Ihres Babys
Die ersten Wochen
Ihr Baby hat mehrere Monate eingekuschelt und ganz friedlich in Ihrem Bauch verbracht. Es ist also kaum verwunderlich, dass das Baby die erste Woche größtenteils damit verbringt, sich an die faszinierende, neue weite Welt zu gewöhnen!
Natürliche Reflexbewegungen
Ihr Baby kommt mit natürlichen Reflexbewegungen auf die Welt, auf die es sich stützt, bis sich seine Sicht verbessert und seine Muskeln stärker werden. Ihr Baby wird alles, was Sie ihm in die Hand geben, fest umgreifen, sich dem Streicheln seiner Wange instinktiv zudrehen und an jedem weichen Gegenstand, der in seinen Mund gelangt, saugen.
Kommunikation
Es wird Sie nicht überraschen zu hören, dass das wichtigste Kommunikationsmittel Ihres Babys das Schreien ist! Wenn Sie rasch darauf reagieren, teilen Sie Ihrem Baby mit, dass Sie ihm zuhören und – was besonders wichtig ist – Sie geben ihm damit ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Sie werden schon bald lernen zu deuten, warum Ihr Baby schreit.
Wussten Sie, dass ...
Der Magen Ihres Neugeborenen hat die Größe eines Eierbechers. Es ist also kein Wunder, dass Babys in häufigen Abständen kleine Mengen zu sich nehmen müssen.
Sehvermögen
Die Sicht eines Neugeborenen ist noch recht verschwommen. Es kann Gegenstände lediglich aus einer Entfernung von 20-30 cm scharf sehen – dies entspricht etwa dem Abstand zu Ihrem Gesicht beim Füttern oder Halten Ihres Babys. Es dauert zwischen vier und sechs Monaten, bis die Sicht Ihres Babys voll entwickelt ist und es tiefenscharf sehen und Farben erkennen kann.
Massage Ihres Neugeborenen
Massage ist eine wunderbare Methode, mit der Sie Ihr Baby entspannen und eine tiefe emotionale Bindung zu ihm aufbauen können – die meisten Babys lieben es, liebkost zu werden!
Üben Sie zu Beginn etwas leichten Druck aus – Ihr Baby wird es Sie wissen lassen, wenn es sich unwohl fühlt. Babys schlafen während oder unmittelbar nach einer Massage oft ein, weshalb diese am besten vor einem Mittagsschlaf oder gleich nach dem Baden vorgenommen werden.
Denken Sie bitte daran, dass möglicherweise etwas Massageöl in den Mund Ihres Babys gelangen könnte. Verwenden Sie deshalb nur biologische Öle wie Sonnenblumen- oder natives Olivenöl. Diese sind sicher, hautverträglich für Ihr Baby, und vor allem essbar.
Wichtige Hinweise: Stillen ist die beste Ernährungsweise und zugleich ein guter Schutz gegen Krankheiten und Allergien. Stillen fördert die Mutter-Kind-Beziehung und ist die günstigste Ernährung. Die Verwendung anderer Lebensmittel außer Muttermilch oder einer Säuglingsnahrung kann ebenso wie unsachgemäße Verwendung die Gesundheit des Babys gefährden. Eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit begünstigt das Stillen. Regelmäßiges Anlegen fördert den Milchfluss. Zusätzliche Flaschennahrung kann den Stillerfolg beeinträchtigen. Die Entscheidung, nicht zu stillen, kann nur schwer rückgängig gemacht werden. Bei der Zubereitung von Säuglingsnahrung achten Sie bitte sorgfältig auf die Hinweise auf den Packungen.