Wussten Sie, dass jede zehnte Frau nach der Entbindung eine postnatale Depression bekommt? Diese Zahl überrascht kaum, denkt man nur an die Belastung, den Schlafmangel und die körperlichen Veränderungen, die werdende Mütter zu bewältigen haben. Hier die gute Nachricht: Die meisten werden gut damit fertig. Sollten Sie an einer postnatalen Depression leiden, finden Sie im Folgenden nähere Informationen zu diesem Thema. Sprechen Sie in jedem Fall aber auch mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt darüber.
Ihre Katrin Mayr vom Milupa Eltern & Baby ServiceAnzeichen postnataler Depression
Postnatale Depressionen treten in aller Regel in den ersten sechs Wochen nach der Entbindung auf, in Einzelfällen aber auch erst nach mehreren Monaten. Die Wahrscheinlichkeit, eine Depression zu bekommen, ist höher, wenn Sie familiär vorbelastet sind.
Postnatale Depressionen können einen unterschiedlichen Verlauf nehmen, aber es gibt bestimmte Symptome, an denen Sie sie erkennen können, z. B.:
- Panik- oder Angstanfälle
- Ständige Sorge um die Gesundheit und Sicherheit Ihnen nahestehender Menschen
- Das Gefühl, eine schlechte Mutter oder ein schlechter Mensch zu sein

- Ständige Untergangsstimmung
- Ihnen ist häufig und ohne wirklichen Grund zum Weinen zumute
- Dauerndes Schlafbedürfnis und nie das Gefühl, wirklich erholt zu sein
- Schlafstörungen
- Das Gefühl, vor Anderen „stark“ erscheinen zu müssen
- Nicht in der Lage zu sein, über die Geburt zu sprechen oder auch ständig darüber sprechen zu müssen, weil Sie das Gefühl hatten, keine Kontrolle mehr über sich zu haben
- Das Gefühl, dass das Leben seit der Geburt Ihres Kindes nicht mehr lebenswert ist
- Gefühl der Wertlosigkeit
- Das Gefühl, keine innige Bindung mit Ihrem Baby eingegangen zu sein oder keine Gefühle gegenüber dem Baby zu haben
- Sie fühlen sich krank, haben Schmerzen im Brustbereich, Atemprobleme, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Magenverstimmungen
- Verlust des Zeitgefühls, Unvermögen zwischen Stunden und Minuten unterscheiden zu können.
Das können Sie tun, wenn Sie glauben, an postnataler Depression zu leiden
Wenn Sie das Gefühl haben, sie könnten an einer postnatalen Depression leiden, wenden sie sich unbedingt an ihren Arzt! Hier einige Dinge, die Sie tun können, um die Symptome zu mildern:
- Halten Sie mit Ihrem Gemütszustand nicht hinter dem Berg. Reden Sie mit Ihrem Partner, guten Freunden, Verwandten oder anderen Müttern darüber, was Sie gerade durchmachen.
- Suchen sie aktiv nach Unterstützung (Babysitter, Omadienst etc.)
- Versuchen Sie, nicht zu viel an einem Tag zu schaffen.
- Nehmen Sie Hilfe von nahestehenden Personen an.
- Nehmen Sie sich Zeit zum Entspannen.
- Entwickeln Sie keine Schuldgefühle wegen dem, was Sie gerade erleben.