Ultraschalluntersuchungen (auch Ultraschallscreening oder einfach Screening genannt) können einige werdende Mütter etwas nervös machen, aber das ist wirklich nicht nötig! Diese Untersuchung trägt zur Bestätigung bei, dass sich Ihr Baby gesund entwickelt. Außerdem können Sie sehen, wie sich ihr Baby entwickelt! Das Ultraschallscreening während der Schwangerschaft wird laut Mutterkindpass ungefähr in der 18-22. Schwangerschaftswoche und dann noch einmal in der 30-34. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Im Laufe Ihrer Schwangerschaft werden Sie aber feststellen, dass wesentlich häufiger Ultraschall gemacht wird als diese beiden Untersuchungen! Hier finden Sie Informationen, damit Sie immer wissen, was Sie erwartet. Wenn Sie aber weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne mit Ratschlägen zur Verfügung.
Ihre Katrin Mayr vom Milupa Eltern & Baby ServiceWas ist ein Ultraschallscreening?
Die Daten, an denen das Screening durchgeführt wird, und welche Arten von Scans angeboten werden, sind je nach Gesundheitsamt unterschiedlich. Nicht in jedem Gebiet werden alle Arten von Scans angeboten. Sie können viele von ihnen jedoch auch privat durchführen lassen.
Außer dem Screening im Frühstadium, bei dem eine Sonde verwendet wird, werden die restlichen hier beschriebenen Scans während der Schwangerschaft unter Einsatz von Ultraschall durchgeführt. Zu diesem Zweck wird der Bauch mit etwas Ultraschall-Gel bestrichen, woraufhin ein Handstück auf den Bauch aufgesetzt und umhergeschoben wird, wodurch ein Bild des Babys auf einen Bildschirm übertragen wird. Bei manchen Scans ist es eventuell erforderlich, dass Sie eine volle Harnblase haben. Das trägt dazu bei, dass die Gebärmutter nach vorne geschoben wird, wodurch ein besseres Bild entsteht.
Arten von Scans
Screening im Frühstadium der Schwangerschaft
Wenn bei Ihnen Schmerzen oder Blutungen auftreten, oder wenn Sie schon einmal eine Fehlgeburt oder eine Bauchhöhlenschwangerschaft hatten, wird Ihnen ein Frühscreening zwischen der 6. und 10. Schwangerschaftswoche angeboten. Da das Baby in diesem Stadium noch ganz winzig ist, wird dieses Schwangerschaftsscreening gewöhnlich mit einer kleinen Sonde durchgeführt, die in das Vaginalinnere eingeführt wird.
Bei diesem Ultraschallscan handelt es sich um ein einfaches Verfahren, aber es ist ganz natürlich, dass man dabei ein bisschen nervös ist. Sprechen Sie deshalb mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt darüber, die alle Ihre Fragen beantworten können müssten. Und denken Sie daran, dass beim Screening sichergestellt wird, dass mit Ihrem Baby alles in Ordnung ist, weshalb Sie sich während der Schwangerschaft weniger gestresst fühlen werden.

Datierungsscan
Der Datierungsscan wird zwischen der 10. und 14. Schwangerschaftswoche angeboten und dabei kann der genaue Geburtstermin ermittelt werden.
Außerdem werden mehrere wichtige Einzelheiten beurteilt:
- das Alter Ihres Babys
- ob es sich um eine Mehrlingsschwangerschaft handelt
- ob das Baby einen gesunden Herzschlag hat
- ob irgendwelche Abnormalitäten vorhanden sind
- die Eierstöcke
Er dient auch zur besseren Vorbereitung auf die Ankunft Ihres Babys. Außerdem ist es nützlich, wenn Sie vorhaben, einen Test auf Spina bifida oder Down-Syndrom machen zu lassen. Das Beste daran ist aber, dass Sie dabei Ihr Baby sehen können!
Dieses Screening dauert ca. zehn Minuten, und in dieser Zeit werden Bilder von Ihrem Baby aufgenommen. Wenn Sie das Baby am Monitor sehen, ist das ein aufregendes Erlebnis, und viele Mütter sind dabei sehr gerührt. Sie erhalten einen Ausdruck, den Sie mitnehmen dürfen, um diesen Ihren nahestehenden Personen zeigen zu können, damit sie auch an Ihrer Freude teilhaben können.
Nackentransparenz (NT)-Screening
Beim Nackenfaltenscreening wird die Dicke der Falte am Nacken des Babys gemessen. Diese Untersuchung sollte bis zur 14.Schwangerschaftswoche gemacht werden. Danach ist diese Auffälligkeit nicht mehr sichtbar! Wenn die Falte verdickt ist (es handelt sich hierbei um einen mit Flüssigkeit gefüllten Bereich im Nacken, der „Nackentransparenz“ genannt wird), könnte das ein Marker (also eine Wahrscheinlichkeit) für Down-Syndrom sein. Wenn eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür besteht, müssen Sie eventuell. weitere Tests, wie z. B. eine Chorionzottenbiopsie oder eine Amniozentese durchführen lassen, um eine definitive Antwort zu erhalten. Am besten sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt darüber, bevor Sie eine Entscheidung treffen. Falls Ihr Krankenhaus diesen Test nicht anbietet, können Sie ihn privat durchführen lassen.

Screening im mittleren Schwangerschaftstrimester
Das Schwangerschaftsscreening im mittleren Trimester ist diejenige Untersuchung, für die sich die meisten Mütter am stärksten begeistern, und nicht nur, weil dieser Termin einen echten Meilenstein darstellt, sondern auch, weil Ihr Baby dann weniger wie ein nebelhafter Schatten, sondern eher wie ein richtiges Baby aussieht! Sie können dabei sogar herausfinden, ob Sie einen Jungen oder ein Mädchen bekommen. Wenn es Ihnen aber lieber ist, bei der Geburt eine Überraschung zu bekommen, kann diese Information auch zurückgehalten werden. Die Untersuchung dauert ca. 15-20 Minuten, und in den meisten Krankenhäusern können Sie die beim Screening aufgenommenen Bilder kaufen. Dieses Screening wird gewöhnlich zwischen der 18. und 21. Schwangerschaftswoche angeboten, und in diesem Stadium kann ungefähr die Hälfte aller größeren Abnormalitäten festgestellt werden. Es ermöglicht dem medizinischen Personal, Ihr Baby von Kopf bis Fuß zu untersuchen, wobei besonders folgende Körperteile in Augenschein genommen werden:
- der Kopf des Babys, wobei eine Untersuchung auf etwaige Probleme mit dem Gehirn und auf eine Hasenscharte durchgeführt wird
- das Rückgrat und der Bauch, um sicherzustellen, dass alles ordnungsgemäß angeordnet ist und sich am richtigen Platz befindet
- die Größe und Form des Herzens Ihres Babys
- der Magen, den man bereits unter dem Herzen sehen müsste. Sie können evtl. auch etwas von dem Fruchtwasser sehen, das das Baby geschluckt hat; denn es sieht so ähnlich wie eine schwarze Blase in seinem Bauch aus!
- die Nieren und die Harnblase des Babys
- die Hände und Füße des Babys
- die Plazenta, die Nabelschnur und das Fruchtwasser
- es werden Maße des Kopfs, Bauchs und Oberschenkelknochens des Babys abgenommen, um sicherzustellen, dass sie alle mit der richtigen Geschwindigkeit wachsen
Wenn irgendwelche Anzeichen eines Problems vorhanden sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, und Sie erhalten eine weitere Untersuchung, die von einem Arzt, der sich auf Fetalmedizin spezialisiert, innerhalb von 72 Stunden durchgeführt wird. Denken Sie daran, dass es sich dabei gewöhnlich nur um eine Vorsichtsmaßnahme handelt, und Ihre Hebamme und Ihr Arzt werden alle Fragen beantworten, die Sie eventuell haben.
Wachstumsscreening
Bei diesem Ultraschallscreening wird geprüft, ob Ihr Baby gesund heranwächst und sich richtig entwickelt. Dieses Screening wird gewöhnlich nur angeboten, wenn bei einer früheren Schwangerschaft Komplikationen aufgetreten sind, wenn Sie Gesundheitsprobleme wie Diabetes haben oder Zwillinge, Drillinge oder noch mehr Kinder / Babys bekommen!