Wenn Ihre Wehen auch höchstwahrscheinlich etwa in der 40. Schwangerschaftswoche von ganz allein einsetzen werden, lohnt es sich doch, sich über Geburtseinleitungsmethoden zu informieren – für den Fall, dass Ihr Baby „zu spät“ dran sein sollte. Denn wenn Sie alle Optionen kennen, werden Sie entspannter sein, wenn es schließlich soweit ist. Sie brauchen keine Angst zu haben, denn die Einleitung tut nicht sonderlich weh, und einmal geschehen, geht die Geburt meist recht zügig voran. Dieser Abschnitt wird Sie genauer über die Geburtseinleitung informieren, doch wenn Sie anschließend noch Fragen haben, sprechen Sie mit Ihrer Hebamme darüber, sie kann Ihnen sicher weiterhelfen!
Ihre Katrin Mayr vom Milupa Eltern & Baby ServiceWarum Ihre Geburt gegebenenfalls eingeleitet werden muss
Es gibt eine Reihe von Gründen für die Einleitung einer Geburt:
- Ihre Fruchtblase ist geplatzt, aber die Wehen haben noch nicht eingesetzt.
- Sie haben Ihren angesetzten Geburtstermin erheblich überschritten.
- Womöglich gibt es Schwangerschaftskomplikationen und Ihr Baby soll lieber heute als morgen geboren werden.

Was passiert bei einer Geburtseinleitung?
Ärzte und Hebammen können eine Geburt auf vielerlei Arten einleiten. Danach kann alles sehr schnell gehen! Genauso gut können dem ersten Versuch, noch weitere folgen. Bleiben sie ruhig und nehmen sie es, wie´s kommt. Die folgende Liste gibt Ihnen einige Informationen über die verschiedenen Einleitungsmethoden:
Muttermund-Stimulation – Diese Methode unterscheidet sich kaum von einer internen Untersuchung. Ihre Hebamme streicht mit dem Finger über den Muttermund, um ihn leicht zu dehnen und so innerhalb von 24-48 Stunden die Wehen in Gang zu setzen. (Das klappt nicht immer, machen Sie sich also keine Sorgen, wenn sich kein Erfolg einstellen sollte.)
Blasensprengung – Um die Wehen in Gang zu bringen, wird Ihre Fruchtblase mit einem langen, dünnen Instrument, das einer Häkelnadel ähnelt, durchbrochen. Aber auch bei dieser Methode ist der Erfolg nicht garantiert.
Prostaglandin – Ein Hormon, das die Wehentätigkeit anregt. Es kann in Gel- oder Zäpfchenform am Muttermund platziert werden.
Syntocinon – Kann im Tropf verabreicht werden. Bitten Sie bei einem Tropf um einen langen Schlauch, damit Sie während der Wehen umhergehen können. Syntocinon kann recht intensive Wehen auslösen, Sie sollten daher vielleicht eine Epiduralanästhesie erwägen. Syntocinon wird oft in Kombination mit einer Blasensprengung eingesetzt.