Für wen ist eine Wassergeburt geeignet?
Ob eine Wassergeburt für dich als Geburtsmethode infrage kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel vom Verlauf deiner Schwangerschaft, deinem Gesundheitszustand und davon, was dir wichtig ist. Hier findest du einige Hinweise, die dir bei der Einschätzung helfen können.
Wann eine Wassergeburt gut passen kann:
- Deine Schwangerschaft verläuft ohne Komplikationen.
- Dein Baby liegt in Schädellage.
- Du wünschst dir eine möglichst natürliche Geburt mit wenig Intervention.
- Du fühlst dich im Wasser wohl und kannst dir vorstellen, dich dort gut zu entspannen.
- Du möchtest dich während der Geburt möglichst frei bewegen können.
Wann eine Wassergeburt nicht empfohlen wird:
- Bei bestimmten Vorerkrankungen wie HIV oder Schwangerschaftsdiabetes – sprich hier am besten frühzeitig mit deinem Frauenarzt/deiner Frauenärztin oder Hebamme.
- Wenn du unter einer Schwangerschaftsvergiftung (Gestose) leidest.
- In einigen Kliniken sind zusätzliche Untersuchungen nötig, zum Beispiel ein Abstrich auf Streptokokken B oder ein Test auf Hepatitis C.
- Bei einer Mehrlingsschwangerschaft.
- Wenn dein Baby in Beckenendlage liegt oder besonders groß geschätzt wird.
- Wenn du dir eine PDA (Periduralanästhesie) wünschst – diese ist im Wasser nicht anwendbar.
- Wenn eine kontinuierliche, engmaschige Überwachung nötig ist, die nicht im Wasser möglich ist.
- Wenn du dich im Wasser unwohl fühlst oder dir die Vorstellung nicht entspricht.
Du musst dich nicht im Vorfeld festlegen. Auch während der Geburt darfst du jederzeit entscheiden, ob du im Wasser bleiben möchtest oder nicht.