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Rechtliches + Behördenwege

Wer ein Kind erwartet, hat allen Grund zur Freude. Am liebsten würde man sich den ganzen Tag nur mit Einkauf von Babysachen und Namensfindung beschäftigen. Jetzt ist aber auch die Zeit, sich (arbeits-)rechtlich schlau zu machen. Wenn Sie sich frühzeitig informieren und alles in Ruhe in die Wege leiten, können Sie die Schwangerschaft und die erste Zeit mit Ihrem Baby trotz des notwendigen Papierkrams in vollen Zügen genießen.

Ihr Milupa Eltern + Baby Service

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Das Gesetz ist auf Ihrer Seite

Während der Schwangerschaft und Stillzeit genießen Arbeitnehmerinnen in Österreich besonderen Schutz. Dieser ist im Mutterschutzgesetz festgehalten und gilt unabhängig von Staatsbürgerschaft, Alter, Einkommen, Familienstand oder Arbeitszeit.

Reden ist besser als schweigen

Damit das Gesetz Sie als werdende Mutter schützen kann, muss der Dienstgeber über die Schwangerschaft Bescheid wissen. Per Gesetz ist “ab Kenntnis der Schwangerschaft”, spätestens jedoch vier Wochen vor Beginn des Mutterschutzes Meldung über den voraussichtlichen Geburtstermin zu erstatten. Seien Sie offen gegenüber der Chefin oder dem Chef. So stoßen Sie eher auf Verständnis für hormonelle Stimmungsschwankungen oder Morgenübelkeit. Außerdem geben Sie ihr bzw. ihm die Möglichkeit, rechtzeitig eine Vertretung einzustellen. Während der Schwangerschaft genießen Sie zudem einen Kündigungsschutz (Ausnahme Probezeit).

Unser Tipp:

Sind Sie in einem körperlich anspruchsvollen Beruf tätig, informieren Sie den Arbeitgeber möglichst bald, denn erst ab diesem Zeitpunkt sind Sie per Gesetz geschützt.

8+8=16 Wochen Arbeitsverbot

Acht Wochen vor dem Entbindungstermin und acht Wochen nach der Geburt darf die (werdende) Mutter nicht arbeiten. Bei Mehrlings-, Früh- oder Kaiserschnittgeburten verlängert sich der Mutterschutz vor und nach der Geburt auf 12 Wochen. Während dieser Zeit wird von der zuständigen Krankenkasse das sogenannte Wochengeld bezahlt.

Vater Staat unterstützt Sie auch finanziell

Nach Ablauf der Mutterschutzfrist haben angestellte Eltern Anspruch auf zwei Jahre Karenz bzw. bis zu sieben Jahre Elternteilzeit. Freie DienstnehmerInnen haben leider keinen Anspruch darauf. Die Karenz kann auf Wunsch zwischen den Eltern geteilt werden. In dieser Zeit dürfen Sie nicht gekündigt werden. Das sogenannte Kinderbetreuungsgeld bekommen Frauen unabhängig von einem Angestelltenverhältnis vor der Geburt (also auch Hausfrauen, Studentinnen, Selbständige etc.) und maximal 30 Monate lang. Um Anspruch auf das Kinderbetreuungsgeld zu haben, müssen alle Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen nachweislich gemacht werden.

Babys erste Amtswege

Hat Ihr Baby das Licht der Welt erblickt, sind alle möglichen bürokratischen Wege zu erledigen. Wann, wo, was beantragt werden muss und welche Unterlagen dafür benötigt werden, können Sie in der „Checkliste Rechtliches & Behördenwege“ nachlesen.

Ausführliche rechtliche Informationen für werdende Eltern finden Sie auf
www.bmfj.gv.at, www.help.gv.at sowie auf www.arbeiterkammer.at

Stillhinweis

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, Babys in den ersten 6 Lebensmonaten ausschließlich zu stillen. Milupa unterstützt diese Empfehlung uneingeschränkt. Die Experten unseres Eltern-Services beraten stillende Mütter gern. Bitte klicken Sie hier für weiterführende Informationen zum Thema Stillen und Muttermilch.