Baby
      Ernährung

      Beikost und Brei

      Eins, zwei, Brei

      In den ersten vier bis sechs Lebensmonaten braucht dein Baby nichts anderes als „seine“ Milch. Irgendwann wird es davon aber wahrscheinlich nicht mehr richtig satt! Dann könnt ihr gemeinsam in das Abenteuer Beikost starten. Du bist dir nicht sicher, ob dein Baby dafür schon bereit ist? Keine Sorge, das wird es dir deutlich signalisieren. Und da du sowieso auf einen sanften Übergang von der Brust zum Brei setzen solltest, müsst ihr auch nichts überstürzen. Schließlich ist der Umstieg auf feste Nahrung für dich und dein Baby ganz neu und ungewohnt. Nimm dir deshalb viel Zeit, damit sich dein Baby schrittweise vom ausschließlichen Milchtrinken lösen kann. Worauf du bei der Beikost-Einführung achten solltest und wie sie euch am besten gelingt, das erfährst du hier.

      Von der Brust zum Brei

      Die Beikost heißt so, weil sie den allmählichen Umstieg von ausschließlich flüssiger Milchnahrung auf musartige bzw. breiige Nahrungen beschreibt – und weil dein Baby dabei zusätzlich aber immer noch Milch bekommt. Wann du mit der Beikost startest, hängt von deinem Baby und seinem Entwicklungsstand ab. Ganz generell wird empfohlen, dass man frühestens nach dem vollendeten 4. Lebensmonat – also ab dem 5. Lebensmonat – beginnt. Spätestens gegen Ende des 6. Lebensmonats sollte aber der Start in das Löffelzeitalter erfolgen. Der Grund: Dein Baby wird bis dahin seine Reserven an manchen Nährstoffen (z.B. Eisen), die es bei der Geburt angelegt hat, aufgebraucht haben. Mit der neuen (Brei-)Nahrung werden sie dann wieder aufgefüllt – perfektes Timing also!

      Dein Baby braucht jetzt mehr!

      Dein Baby wird mit etwa 5 bis 6 Monaten besonders schnell wachsen und immer aktiver werden. Köpfchenheben, Umdrehen, Aufstützen, Robben – das ist ganz schön anstrengend. Kein Wunder, dass dein Baby jetzt einfach viel mehr Energie und Nährstoffe braucht. Deine Mutter- oder Säuglingsmilch reicht dann allein nicht mehr aus – jetzt ist Brei angesagt! Aber aufgepasst: Das Bäuchlein deines Babys ist immer noch sehr klein und die Beikost wesentlich voluminöser als Milch. Dein Baby wird deshalb wahrscheinlich erst ganz kleine Menge Brei essen können. Achte deshalb darauf, dass jeder Breilöffel vollgepackt ist mit wertvollen Nährstoffen!

      Lass dein Baby dich führen

      Bei der „Baby-geleiteten Beikost-Einführung“ gibt dein Baby das Tempo vor. Es löst sich langsam – Löffel für Löffel – von der Milch. Trotzdem bleibt Milch im ersten Lebensjahr immer noch der Hauptbestandteil von Babys Speiseplan. Hättest du’s gewusst? Der Grund: Sie liefert weiterhin einen großen Teil der Nährstoffe! Und das kleine Bäuchlein deines Babys muss sich ja auch erstmal an die Beikost gewöhnen und kann nur nach und nach größere Mengen zu sich nehmen.

      Beim Breistart solltest du darauf achten, dass du alles immer besonders fein pürierst. Aber warum eigentlich? Stückiges wird von Babys Zunge häufig als Fremdkörper erkannt und sofort wieder ausgespuckt. Außerdem besteht Verschluckungsgefahr! Nach ein paar Monaten kannst du dann aber langsam zu gröber pürierter oder klein geschnittener fester Nahrung übergehen. Es gibt aber auch Babys, die keinen feinen Brei mögen und lieber an gedünsteten Gemüsestücken oder Obst knabbern. Brei oder Fingerfood – probiere einfach aus, was dein Baby am liebsten mag.

      Mit Freude essen lernen

      Für dein Baby ist das Essen lernen ein großes Abenteuer – und auch gar nicht so einfach! Vom ersten Saugen zum selbstständigen Essen mit Löffel und Gabel ist es ein langer Weg. Eines ist sicher: Dein Baby wird dabei sehr viel lernen und sich weiterentwickeln. Es wird unterschiedlichen Formen und Konsistenzen begegnen. Das Schlucken und Kauen wird die Muskeln kräftigen, die es später zum Sprechen braucht. Der Beikost-Start ist damit auch ein wichtiger Schritt für die (Sprach-)Entwicklung deines Babys – wer hätte das gedacht?!

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